Die Traditionelle Chinesische Medizin oder TCM beschreibt ein Behandlungssystem, das im Laufe von über 2500 Jahren entstanden ist und seinen Ursprung im alten China hat.
Sie besteht im Wesentlichen aus fünf Säulen:
- Akupunktur und Moxibustion
- Die Arzneimitteltherapie
- Die Koordinationsübungen (Qigong und Taiji)
- Die Massage (Tuina)
- Die Ernährung (Chin. Diätetik)
Akupunktur & Moxibustion
In der Akupunktur werden feine Nadeln in bestimmte Körperpunkte/Akupunkturpunkte gesetzt, damit soll der Energiefluss = Fluss des Qi beeinflusst und verbessert werden.
Bei der Moxibustion werden die Akupunkturpunkte durch brennendes Beifusskraut erwärmt und damit ähnlich wie in der Akupunktur der Energiefluss angeregt.
Schröpftherapie
Die Schröpftherapie ist eine Heilmethode der TCM, die bereits in China 5000 v.Chr. und in Europa 3300 v.Chr. ihre Anwendung fand.
Dabei wird in Schröpfgläsern/Schröpfköpfen ein Unterdruck erzeugt und direkt auf die Haut
gesetzt. Nach der TCM-Lehre werden dabei die Meridiane befreit, die Zirkulation von Blut und Qi verbessert, Schmerzen gelindert und die Heilung gefördert.
Tuina
Die Tuina-Massage ist die älteste Therapieform in der TCM und vereint verschiedene Behandlungstechniken die alle zum Ziel haben den Fluss der Lebensenergie Qi positiv zu beeinflussen.
In der Chinesischen Arzneimitteltherapie
werden u.a. Pflanzenbestandteile wie Pflanzensamen, Beeren, Wurzeln, Blätter, Rinden, auch mineralische Arzneidrogen zu einer individuellen Rezeptur zusammengefügt (in China auch tierischen Ursprungs – nicht in Europa!). Diese Arzneimittel bestehen in der Regel aus 2-20 unterschiedlichen Pflanzenbestandteilen, um die Wirksamkeit durch Synergismus zu verstärken – wie es ja auch in westlichen Phytotherapie üblich ist und sich bewährt hat:
Beispiele von pflanzlichen Kombinationen in der westlichen Phytotherapie
Eisenkraut + Enzianwurzel + Gartensauerampferkraut bei Sinusitiden; Sägepalmenfrüchte + Brennnesselwurzel bei Beschwerden beim Wasserlassen bei gutartiger Prostatavergrößerung, Rosmarin + Tausendgüldenkraut + Liebstöckl bei entzündlichen Erkrankungen der Harnwege; Iberis amara + Angelikawurzel + Kamillenblüten + Kümmelfrüchte + Mariendistelfrüchte + Melissenblätter + Pfefferminzblätter + … bei gastrointestinalen Beschwerden; Kapuzinerkresse und Meerrettich (Senföle) bei verschiedenen Erkältungskrankheiten u.v.m.
Auch gibt es für die chinesische Arzneimitteltherapie positive Metaanalysen und Studien, die besonders zur (Begleit-)Behandlung von Infektions-, -Autoimmun-, -Stoffwechsel- und gastrointestinalen Erkrankungen – zunehmend auch in der westlichen Medizin – an Interesse gewinnen.
Ein Beispiel dazu ist die Rezeptur Qiliqiangxin bestehend aus 11 verschiedenen
Kräutern die in einer randomisierten Studie 2023 Wirksamkeit in der
„westlichen“ Behandlung der Herzinsuffizienz zeigt.
Externer Verweis:
DocCheck: Herztherapie: Made in China



